MINT PROJEKT 2025/2026
In den vergangenen Monaten begaben sich die Kinder unseres Waldkindergartens auf eine spannende Forschungsreise durch ihre natürliche Umgebung. Im Rahmen des Projekts „Mikro trifft Wild – der Wald unter der Lupe“ konnten sie die Tier-, Pflanzen- und Steinwelt des Waldes mit neuen technischen Hilfsmitteln entdecken und erforschen.
Ausgestattet mit einem digitalen Handmikroskop, einem USB-Mikroskop und einer Wildkamera wurden die Kinder zu kleinen Naturforscherinnen und Naturforschern. Dabei standen ihre eigenen Fragen und Interessen im Mittelpunkt: Wer hinterlässt diese Spuren im Wald? Wie sieht ein Käferflügel unter dem Mikroskop aus? Was passiert nachts an einer Futterstelle?
Bei unseren regelmäßigen Entdeckertagen sammelten die Kinder Blätter, Moos, Rindenstücke, Steine, Insekten und andere Naturmaterialien. Anschließend wurden die Fundstücke mit den Mikroskopen genauer untersucht. Dabei eröffneten sich faszinierende Einblicke in eine Welt, die mit bloßem Auge oft verborgen bleibt. Die Kinder entdeckten feine Blattadern, interessante Oberflächenstrukturen von Steinen und die erstaunlichen Details verschiedener Insekten.
Ein besonderes Highlight war der Einsatz der Wildkamera. Gemeinsam überlegten die Kinder, an welchen Stellen im Wald Tiere unterwegs sein könnten. Nach einigen Tagen wurden die Aufnahmen ausgewertet – und die Freude war groß: Die Kamera hatte tatsächlich Rehe, Hirsche und sogar einen Fuchs eingefangen. Die Kinder beobachteten die Tiere auf den Bildern und Videos aufmerksam, stellten Vermutungen über deren Verhalten an und erfuhren viel über die heimische Tierwelt.
Großes Interesse zeigten die Kinder außerdem an Insekten und deren Entwicklung. Mithilfe des Insekten-Beobachtungssets und verschiedener Lebenszyklus-Materialien konnten Entwicklungsprozesse anschaulich dargestellt und besprochen werden. So entstanden viele spannende Gespräche über die Vielfalt und Bedeutung der Tiere in unserem Ökosystem.
Alle Beobachtungen und Erkenntnisse wurden fotografisch dokumentiert und in den Naturdetektivmappen der Kinder festgehalten. Dadurch konnten die Kinder ihre Entdeckungen immer wieder betrachten, vergleichen und mit anderen teilen. Die Dokumentation machte ihre Lernprozesse sichtbar und stärkte das Bewusstsein für die eigenen Forschungserfolge.
Das Projekt verband Naturerfahrung mit MINT-Bildung auf spielerische Weise. Die Kinder lernten genau hinzusehen, Fragen zu stellen, Beobachtungen festzuhalten und technische Hilfsmittel sinnvoll einzusetzen. Gleichzeitig wurde ihre Neugier auf die Natur gestärkt und das Bewusstsein für den Schutz unserer heimischen Tier- und Pflanzenwelt gefördert.
Wir freuen uns sehr, dass die angeschafften Materialien nun dauerhaft Teil unserer Forscherstation sind und auch in Zukunft viele spannende Entdeckungen im Waldkindergarten ermöglichen werden.





